Blue Flower

Folgende Nachricht von einer Begegnung im Maurer Wald wurde uns geschickt:

Am 6. Mai gab es leider ein unangenehmes Zusammentreffen im Maurer Wald. Meine Frau und ich spazierten zum Teich beim Parkplatz am Ende der Maurer Lange Gasse. Dort sahen wir ein Plakat, dass Hundebesitzer auf die dort lebenden Enteneltern Rücksicht nehmen sollen. Beim Teich empfing uns gleich eine quakende Mutterente. Sie watschelte dann zum Abfluss und hinunter.

Ca. 3m von uns entfernt erahnten wir 2 Küken beim Bach im Gestrüpp. Von uns eher unbeachtet näherte sich eine Gruppe Personen mit ihren zwei nicht angeleinten und ohne Beißkorb freilaufenden Hunden. Plötzlich schreckten 10 versteckte Entenküken und die Mutterente auf und eilten zum Wasser. Die Hunde starteten hin, erwischten aber keines. Die Hundebesitzer haben zwar gerufen, aber die Hunde reagierten eher schlecht. Die Hundebesitzer kamen dann zum Teich. Sie zählten die Enten und freuten sich, dass von den ursprünglich 13 Küken noch 10 da sind. Ich sagte zur einer der Hundebesitzer(innen), dass vielleicht freilaufende Hunde für die fehlenden drei Küken verantwortlich sind. Sie schaute mich befremdet an und fragte mich, was ich meine. Ich sagte ihr, dass ihr Hund weder angeleint ist noch einen Beißkorb hat und daher für Waldtiere, besonders jetzt für die Küken, eine Gefahr darstellt. Sie meinte nur „so ein Blödsinn“ und ging weiter. Ein Teil der Gruppe war schon ein Stück weiter in Richtung Weingärten gegangen und wartete. Einer der Männer sagte zur Hundebesitzerin: „Gibt’s ein Problem?“ Sie: „Da ist einer, der keine Ahnung hat“. Er: „Soll ich hingehen?“. Sie: „Nein“. Lachend ging dann die Gruppe weiter, die Hunde tollten herum. Ich glaube nicht, dass die Enten das auch so lustig gefunden haben. Ich möchte gar nicht wissen, wie oft sich diese Szene seither wiederholt hat und wie die Anzahl der Küken jetzt ist. Wir spazierten danach weiter und von den dann noch angetroffenen ca. 15 Hunden waren 2 (!) an der Leine.

Siehe hier auf Seite 27...

BITTE NEHMT RÜCKSICHT AUF LEBEWESEN, DIE SICH NICHT WEHREN KÖNNEN!!!

H.Z., im Namen der Waldtiere!

Foto1

Foto2

Stellungnahme von Bezirksvorsteher Gerald Bischof:

Das Problem mit einigen uneinsichtigen Hundebesitzern ist leider sehr schwer in den Griff zu bekommen. Das Forstamt und die Polizei bemühen sich regelmäßig mit Aufklärung, Belehrung und auch Verwaltungsstrafen dagegen anzugehen. Bei der großen Fläche des Gebietes ist das aber eine Sisyphusarbeit. Ich habe aber Ihr Mail zum Anlass genommen die Polizei zu ersuchen stärker zu kontrollieren.